Gustav Mahler (1860-1911) Artist: Budapest Festival Orchestra, Iván Fischer Album: Mahler - Symphony No. 6 in a minor, 'Tragische' (1904) Genre: Classical Item Number: Studio Master HD 24bit 192kHz Brand/Label: Channel Classics Release Date: 2005 Tracklisting: Symphony No. 6 in a minor, 'Tragische'; 1. I. Allegro energico, ma non troppo 2. II. Andante moderato 3. III. Scherzo - Wuchtig 4. IV. Finale - Allegro moderato Total Time: 01:18:49 Budapest Festival Orchestra Iván Fischer (conductor) Disc reviews David Hurwitz "ClassicsToday.com" 9\10 Fischer’s performance of the Sixth is quite similar to Abbado’s recent live recording for DG. Textures are generally light and transparent, with a swift opening march that, by the same token, never sounds unduly rushed or trivialized. The andante comes second, not the best option in my view, but Fischer has the intelligence to treat it as a true andante, and not as an adagio (which is a more legitimate possibility when it’s placed third). However, in contrast to Abbado’s boring Berliners, Fischer’s orchestra plays better, and he’s much better recorded. Just listen to the characterful brass in the coda of the first movement, with a particularly fine first trumpet, or the splendid woodwinds in the trios of the scherzo. The emphasis on fleetness never compromises expressivity, as happens in Berlin. Fischer also has a keen ear for Mahler’s special effects: the cowbells tinkle evocatively, and the offstage chimes are perfectly balanced at the start of the finale, even if the passage isn’t the unforgettable dream of terror that Bernstein makes of it. Best of all, the finale is terrific, as it must be in any performance of this work. It has the necessary weight, with imposing brass playing and aptly dark, heavy, but potent hammer blows. Fischer also times each return to the movement’s introduction especially well, knitting together the movement’s various episodes with unerring skill. The entire recapitulation and coda are masterfully paced, with excellent contributions from all sections. The performance that this one resembles most in its unaffected musicality is Kubelik’s, though both in stereo or 5.0 multichannel sound the engineering here is incomparably finer. In sum, this is a rendition surprisingly easy on the ear, but one that achieves this quality without making too many expressive compromises along the way. It also fits neatly onto a single disc. You should certainly own a performance of this symphony a bit darker and more frightening (Bernstein’s or Gielen’s will do), but for a legitimate alternative viewpoint you will find it difficult to do better than this. http://www.classicstoday.com/review/review-12056/?search=1 Disc reviews Annika Forkert (magazin.klassik.com) Ivàn Fischer spielt Gustav Mahlers sechste Symphonie mit dem von ihm gegründeten Budapest Festival Orchestra. Die gelegentlich auch als „die Tragische“ bezeichnete Symphonie gilt als Mahlers düsterste, begründet durch ihre Besetzung, ihren Charakter, den Umgang des Komponisten mit ihr, um den sich Legenden ranken, besonders aber durch ihren Schluss. Hier verwendet Mahler nicht nur einen Hammer, mit dem im Finale auf eine Holzkiste geschlagen wird, sowie Herdenglocken und Celesta, sondern einen insgesamt großen Apparat von Pauken, Glockenspiel, Holzklappern, Tamtam, einer Rute und natürlich Becken, Triangel, kleinen und großen Trommeln. Nicht minder beeindruckend ist bei einer Aufführung das Gedränge der Bläser, denn jeweils vier Flöten, Oboen, Klarinetten, Fagotte, acht Hörner, sechs Trompeten und vier Posaunen wollen erst einmal auf einer Bühne untergebracht werden. Hinzu tritt eine Harfe und die Streicher, die ebenfalls großzügig besetzt sein müssen, will man zum Beispiel wie vorgeschrieben und in Relation den Bläsern gewachsene, dreifach geteilte Celli haben. Zumindest der Hammer ist legendär, ebenso wie Mahlers angeblicher Beinahe-Zusammenbruch nach der Generalprobe; überwältigt soll er gewesen sein von der Finsternis der eigenen musikalischen Gedanken. Schließlich ist die sechste ja nicht die vierte, die mit ihrem idyllischen Charakter einen Gegensatz zur sechsten bildet (dafür spricht allein die Wahl des Textes der vierten aus der Sammlung Des Knaben Wunderhorn). Die sechste Symphonie dagegen hat keinen versöhnlichen Chor und beginnt bereits mit der Anweisung Heftig, aber markig in dunklen, chromatisch aufsteigenden Punktierungen der Streicher in F-Dur, die schon nach sechs Takten im ersten, beherrschenden und stehenden a-Moll der Hörner, Streicher und des Holzes angelangt sind. Von hier aus zieht Mahler in den vier Sätzen unter starken Kontrastbildungen der Klangfarben, der harmonischen Heimat sowie der Tempi und Charaktere seinen „Helden“ in den „Untergang“ (wie Simon Vestdijk bemerkte). Die bloße Menge der zu lenkenden Musiker der sechsten Symphonie verlangt vom Dirigenten Organisationstalent und Detailbesessenheit, noch mehr aber tut dies die Anlage der Symphonie und Mahlers Vorschriftswut. Allein die Vielfalt der Dynamik soll vom pianissimo zum dreifachen forte reichen, den Streichern wird vorgeschrieben, wann sie welche Saite zu nehmen haben und die Tempoangaben sind eher Charakterangaben, die sich mit bloßem Taktschlagen und Gestik dem Orchester wohl nicht vermitteln lassen. Ivàn Fischer ist hierbei ein großes Fingerspitzengefühl und eine Verbundenheit mit dem Orchester sofort anzumerken. Obwohl bei genauerem Hinsehen die kleinen Kontraste der Dynamik oftmals nicht so drastisch ausgeführt sind, wie sie es laut Partitur sein könnten, bleiben stets eine Ausgewogenheit der Stimmen und deutliche Wechsel im Tempo und damit Charakter erkennbar. Auch die Kontraste der Lautstärke sind auf einer guten Anlage dank Super Audio CD-Technik ein Vergnügen, werden eben nur gelegentlich durch das Wissen getrübt, dass hier oder dort mf und sf vorgeschrieben gewesen wäre, leider aber nicht hörbar gemacht wird. Jedoch sind diese Kleinigkeiten, die außerdem ja im Ermessen des Dirigenten liegen müssen, dadurch zu verschmerzen, dass Fischer nie den Überblick, das heißt den Zusammenhang der kleinen Abschnitte verliert (gar nicht so einfach in zwei Ecksätzen mit jeweils fast dreißig Minuten Länge). Wer sich also nicht spitzfindiger weise mit der Partitur bewaffnet und auf untertriebene Dynamik wartet, kann mit dieser Aufnahme Mahler nicht nur hören, sondern erleben - seine Transparenz genauso wie seine Aufschreie, seine Herdenglocken und Hammerschläge. http://magazin.klassik.com/reviews/reviews.cfm?TASK=REVIEW&RECID=6978&REID=4572 http://www.channelclassics.com/fischer-22905.html http://www.sa-cd.net/showtitle/3220 -------------------------------------------------------------------------------- Tracks originally downloaded from http://www.qobuz.com/album/budapest-festival-orchestra-ivan-fischer-mahler-symphony-no-6-in-a-minor/0723385229988 There is no log. -------------------------------------------------------------------------------- Analyzed: Budapest Festival Orchestra, Iván Fischer / Gustav Mahler - Symphony No. 6 in a minor (Tragische) -------------------------------------------------------------------------------- DR Peak RMS Duration Track -------------------------------------------------------------------------------- DR16 0.00 dB -20.71 dB 22:29 01-I. Allegro energico, ma non troppo DR14 -2.68 dB -24.94 dB 13:52 02-II. Andante moderato DR16 -2.23 dB -24.19 dB 12:59 03-III. Scherzo - Wuchtig DR15 0.00 dB -19.99 dB 29:21 04-IV. Finale - Allegro moderato -------------------------------------------------------------------------------- Number of tracks: 4 Official DR value: DR15 Samplerate: 192000 Hz Channels: 2 Bits per sample: 24 Bitrate: 4194 kbps Codec: FLAC ================================================================================